Leucht-Tiere

High-Tech-Ferienprogramm: Solar-Leuchttiere

Ende August 2025 hat es im FabLab wieder gewuselt: In zwei Schichten haben wir mit insgesamt 20 technikbegeisterten Kindern (8 bis 14 Jahre) ein ganz besonderes Projekt umgesetzt. Das Ziel: Ein individuelles Solar-Leuchttier, das tagsüber am Fensterbrett „futtert“ (Sonne tankt) und nachts mit leuchtenden Augen über das Kinderzimmer wacht.

Ein echtes Multitool-Projekt

Die Kinder haben bei diesem Workshop den kompletten Workflow einer modernen Werkstatt durchlaufen:

  1. Vorbereitung am Lasercutter: Zuerst haben wir die Tiersilhouetten und die passenden Rückwände aus MDF und Schablonenmaterial gelasert. Dabei darf man in den Formen nicht die Löcher vergessen, durch die beim Vakuumformen die Luft abgesaugt wird.
  2. Abformen mit dem Vakuumformer: Hier kam unser neuer MY YARD FORMART 2 zum Einsatz! Die Kinder haben aus PET-Folie die plastischen Tierformen tiefgezogen – ein faszinierender Prozess, bei dem die flache Folie plötzlich Form annimmt.
  3. Ränder entfernen: Im Lasercutter wurden bei den tiefgezogenen Formen noch die überflüssigen Rändern entfernt – und das so genau, dass die Kunststoffdeckel genau auf die Rückwände passte.
  4. Design mit Acryl: Damit die Tiere auch schick aussehen, wurden die transparenten Formen von hinten mit Acryllack besprüht. Das gibt eine tolle Tiefenwirkung und schützt die Farbe vor Kratzern.
  5. Elektronik & Löten: Das Herzstück! Die Kids haben zwei LEDs für die Augen, eine Solarzelle, einen Akku und die Ladeelektronik selbst miteinander verlötet. Für viele war es das erste Mal am Lötkolben – mit vollem Erfolg!

Nachhaltige Technik zum Mitnehmen

Am Ende des Tages konnten alle 20 Teilnehmer ihr fertiges Leuchttier auf einem Gestell mit nach Hause nehmen. Das Prinzip ist simpel, aber lehrreich: Die Solarzelle füllt tagsüber den Akku, und sobald es dunkel wird, schaltet die Elektronik automatisch die LED-Augen ein.

Es war beeindruckend zu sehen, mit wie viel Ausdauer und Geschick die jungen Maker bei der Sache waren. Ein riesiges Dankeschön an alle Teilnehmer – wir freuen uns schon auf das nächste Ferienprogramm!

MY YARD FORMART 2

Zuwachs im Maschinenpark: Der MY YARD FORMART 2 ist da!

Ende Mai 2025 war es endlich so weit: Unser neuer Vakuumformer, der MY YARD FORMART 2, ist im FabLab eingezogen! Damit bringen wir professionelles Tiefziehen direkt auf die Werkbank und erweitern unsere Prototyping-Möglichkeiten.

Was macht den FORMART 2 so besonders?

Im Gegensatz zu einfachen Eigenbau-Lösungen ist der FORMART 2 ein echtes Präzisionsgerät. Er zeichnet sich durch einige Features aus, die euch das Leben im Lab leichter machen:

  • Intelligente Steuerung: Die Maschine hat eine riesige Materialdatenbank hinterlegt und stellt die Heizparameter automatisch optimal ein.
  • Starke Saugkraft: Mit der eingebauten Pumpe (und Unterstützung für externe Sauger) schmiegt sich der Kunststoff perfekt an jedes noch so feine Detail eurer Form.
  • Große Materialvielfalt: Wir haben Folie da. Der Format2 kann ab viele Materialien verarbeiten, bis hin zu lebensmittelechten Kunststoffen.

Von der Idee zur Form in Sekunden

Egal, ob ihr passgenaue Gehäuse für eure Elektronik braucht, Pralinen oder Seife gießen wollt oder im Cosplay-Bereich unterwegs seid – das Tiefziehen ist oft der schnellste Weg zum Ziel. Einfach ein 3D-gedrucktes Modell oder ein Holz-Urformteil einlegen, Platte erhitzen, absenken und zack – fertig ist das Kunststoffteil!

Einweisung & Start

Wie bei allen unseren Geräten gilt: Vor der ersten Nutzung ist eine kurze Einweisung nötig. Wir zeigen euch, wie ihr das Material einspannt und die Heizphasen überwacht, damit nichts schmilzt, was nicht schmelzen soll. Kommt im OpenLab vorbei, schaut euch das neue Schmuckstück an und wir zeigen Euch, wie es funktioniert. Wir sind gespannt, welche Formen ihr als Erstes aus dem Kunststoff zaubert!

Neuberger Monitore

Upgrade für unsere Arbeitsplätze: Hardware-Spende der Firma Neuberger

Mitte August 2025 durften wir uns über eine großzügige Hardware-Spende der Firma Neuberger freuen. Wir haben einen ganzen Schwung gebrauchter 24″ Monitore und zwei PCs bekommen.

Endlich Durchblick an jedem Platz

Dank dieser Unterstützung konnten wir einen langgehegten Wunsch umsetzen: Wir haben nun im gesamten FabLab durchgängig hochwertige Monitore. Egal, an welchem Platz ihr gerade an euren Projekten tüftelt, 3D-Modelle erstellt oder Code schreibt – die Zeiten von zusammengewürfelten Bildschirmen sind vorbei.

Ein großes Dankeschön

Ein riesiges Dankeschön geht an die Firma Neuberger. Solche Spenden sind für uns als Community-Space unglaublich wertvoll, da sie die Qualität unserer Infrastruktur direkt anheben und dafür sorgen, dass das Arbeiten im FabLab noch mehr Spaß macht.

Lasercut open/closed Zeichen

Ein lasergecuttetes Open/Closed Zeichen mit schöner Zahnradbewegung basierend auf dem 3d-Druck-Projekt von Mattshub ( https://www.thingiverse.com/thing:2015046 ).

3 Lagen MDF mit kleinen Furnier-Abstandhaltern und etwas Nacharbeit mit der Feile gehen um einiges schneller als ein 3d-Druck (sofern man die konverteierung der 3d-Daten auf ein funktionierendes 2,5d-Model unberücksichtigt lässt).

Baum-Schilder

Die Oskar-von-Miller-Realschule aus Rothenburg hat ein schönes Projekt mit Schildern zur Beschriftung von Baumsorten aufgesetzt. Dazu wurden alte Terassendielen in gleich breite Stücke gesägt und mit Hilfe des Laser-Cutters beschriftet.
Die Gravur wurde mit einer gemarkten Spur scharf begrenzt, so dass der gravierte Bereich sich besser absetzt. Das ist sehr schön geworden.
So viele Rohlinge, wie im FabLab noch rumstehen, haben die eine ganze Menge von Baumsorten, die beschriftet werden sollen. Bleibt dran!

Wordclock-Workshops

Fünf Jahre nach dem letzten Wordclock-Workshop haben wir diesen November wieder zwei dieser Veranstaltungen durchgeführt. Insgesamt wurden vier große und dreikleine Wortuhren gebaut.

Die Komponenten und der Aufbau waren die gleichen wie bei den bisherigen Workshops: Quadratische Bilderrahmen (50cm und 30cm), schwarz folierte MDF-Platten als Frontmaske, 2x5mm PE-Trittschalldämmung als Abstandhalter, WS2812B-LED-Streifen (30/m für die großen und 60/m für die kleinen Rahmen) und als Steuerelement ESP8266 WeMos D1 mini Module. Bei der Software haben wir diesmal auf das Wortuhr_ESP8266-Projekt von Manfred Hofmann zurückgegriffen (s. https://github.com/manfred-hofmann/Wortuhr_ESP8266), die viel mehr kann als wir benötigen, aber sogar eine Doku enthält.

Maximal vier Personen pro Kurs ist ein gutes Maß für diesen Workshop, da viel gelötet werden muss. Die Begeisterung der TeilnehmerInnen hat aber auch dem Workshop-Team viel Spaß bereitet.

Prusa MK3.9

Der Prusa MK3.9 3D-Drucker ist fertig und einsatzbereit

Der Prusa-3D-Drucker ist fertig! Kannst Du Dich noch an die Spende vom November 2023 erinnern? Damals haben wir von der Firma ProjektAntrieb einen Prusa MK3 3D-Drucker gespendet bekommen – inklusive einem MK3.9-UpgradeKit. Geniale Sache – aber der Umbau hat gedauert. Bis auf den Rahmen wurde so ziemlich alles erneuert. Erst mussten viele Teile gedruckt werden, wobei Prusa auch das Filament dafür mitlieferte. Dann wurde alles in hunderten Schritten auseinander – und wieder zusammengebaut. Da einige alte Gleitlager bereits schlecht liefen, haben wir sie durch Drylin-Lager ersetzt. Im Juli war es nun soweit, dass wir mit dem Prusa die ersten Drucke machen konnten. Seit Mittwoch hat er nun auch seinen Platz neben den beiden Ultimaker-Druckern gefunden. Viel Spaß damit!

Neue Hetzner PCs 2024

Neue PCs fürs FabLab

Dank der großzügigen Unterstützung von Hetzner Online wurden dem FabLab nach neun Jahren erneut zehn gebrauchte PCs gespendet. Die letzten Rechner erhielt das FabLab im Jahr 2015 ebenfalls von Hetzner. Die Kisten sind bis jetzt ganz gut gelaufen – einzelne zickten aber in letzter Zeit und zwei fielen bereits aus. Höchste Zeit also, sich um neue Hardware zu kümmern.
Die PCs mit entsprechend neuerer Ausstattung erhalten bei uns ihr 2nd Life und laufen erheblich flüssiger als die alten Kisten. Da es schon Interessenten für die alten PCs gibt, werden diese auch nicht sofort auf dem Schrott landen.

Vielen Dank an die Firma Hetzner für ihr soziales und ökologisches Engagement.
Danke auch an Bernd und Jochen die den geschmeidigen Wechsel von der alten auf die neue Hardware ermöglicht haben.

Alte Hetzner PCs von 2015
Alte Hetzner PCs von 2015