Arcade Tisch (PIK3A)

Vor kurzem wurden dem FabLab ein paar alte TFTs gespendet. Diese können wunderbar in verschiedenste Projekte verbaut werden. Zum Beispiel eine größere Version der Retropie arcade.

Ein etwas einfacheres Projekt direkt aus der element14 Community ist z.B. ein Arcade Tisch (PIK3A) basierend auf einem IKEA Tisch und einem RaspberryPI.

Man braucht dafür:

  • IKEA Lack Tisch (oder einen vergleichbaren Leichtbau-Tisch)
  • TFT
  • Raspberry Pi 2/3 (inkl. Netzteil, SD Karte etc)
  • Arcade Controller
  • Lautsprecher

Der TFT wird zerlegt und ein passendes Loch in die Tischplatte geschnitten:

Dann kann mit einem Lochbohrer die Löcher für den Joystick und die Knöpfe gesetzte werden. In meinem Fall habe ich noch eine Blende mit dem Lasercutter aus MDF geschnitten. Auf der Unterseite braucht man eine weitere Öffnung für die Verkabelung und die restliche Hardware (USB-Controller und Raspberry PI).

Dann heißt es nur noch alles richtig verkabeln, Tischbeine dran schrauben und Retropie installieren.

Da der Tisch etwas niedrig ist, habe ich noch eine Tischerhöhung darunter gebaut, so dass man etwas bequemer daran Spielen kann.

Noch sind ein paar TFTs im FabLab, die wir gerne für eure Idee zur Verfügung stellen. 😉

Mechanische Iris

Bei Instructables gibt es eine einfache Anleitung für eine Mechanische Iris, die wir nachgebaut haben. Sie zeigt die Funktionsweise der Blendenöffnung in optischen Geräten, wie z.B. Kameras, die die Menge des durchzulassenden Lichts begrenzt. Um allerdings immer ein annähernd rundes Loch zu erhalten, müssten sich die Irislamellen überlappen, d.h. man bräuchte mehrere Ebenen und könnte dann das Prinzip nicht mehr so gut erkennen.
Um das System noch besser zu veranschaulichen, wurde im Lasercutter die Basisplatte aus MDF, die Iris-Mechanik aus Sperrholz und die Abdeckung aus Acrylglas geschnitten. Entgegen der Vorlage wurden die drei Ebenen mit M3-Schrauben verbunden. Da die Acrylglasplatten 0,2 mm dicker sind als die aus Sperrholz, wurden die Abstandshülsen ebenfalls aus Acryl geschnitten. Wahrscheinlich hat Acryl auch bessere Gleiteigenschaften.
Die Vorlage hat einen kleinen Fehler: Die äußeren Lager stehen ein wenig zu lang heraus, so dass man die Iris nicht komplett schließen kann; aber das lässt sich konstruktiv oder mit einem Seitenschneider korrigieren.

Digitale Sonnenuhr nachgebaut

Seit einiger Zeit fasziniert mich die Digitale Sonnenuhr, die von Mojoptix, einem französischen Ingenieur entwickelt wurde. Er hat das Projekt 2015 auf Thingiverse veröffentlicht, so dass man es nur mit dem 3D-Drucker ausdrucken muss. Die Uhrzeit wird bei der Sonnenuhr zwischen 10 und 16 Uhr in 20-Minuten-Schritten mit digitalen Zahlen im Schatten des Stabes projeziert.
‚Nur‘ ausdrucken heißt: Vier nacheinander zu druckende Objekte, die den Drucker insgesamt fast zwei Tage beschäftigt haben. Der Druck muss mit einem hitzebeständigen Material erfolgen, da es sich sonst in der Sonne verbiegen könnte. Ich hab mich für ABS entschieden. Da der Stab wohl nicht auf dem Ultimaker als Ganzes ausgedruckt werden kann, habe ich mich für die aufgeteilte Variante entschieden, bei er nach dem Ausdruck zusammengeklebt werden muss. Hier fällt jedes Warping besonders auf, d.h. das teilweise Abheben des Objekts von der Bodenplatte. Es funktionierte trotzdem gut.
Meine Idee zum Testen war ein Zeitrafferfilm mit der GoPro. Das hat wegen vielen Wolken und einem eingeschränkten Sichtfeld nicht geklappt (unglaublich, der Schatten wandert!), so dass ich nur ein Foto daraus genommen habe.

Neuer/alter FabLab-Vorstand

Letzten Donnerstag hatten wir zu Jahresmitgliederversammlung eingeladen. Christoph hat über die Aktivitäten der letzten zwei Jahre berichtet und über den aktuellen Stand. Wir haben inzwischen über 50 Mitglieder!
Nach der Entlastung des bisherigen Vorstands ging es an die Neuwahl. Da Jenny als Schriftführerin ausschied brauchten wir einen neuen Kandidaten bzw. eine Kandidatin – die wir in Karin Schmidt gefunden haben. Wie erwartet gab es wenige – d.h. keine Gegenkandidaten, so dass Karin und alle anderen bisherigen Vorstandsmitglieder einstimmig (wieder-)gewählt wurden. Danke für Euer Vertrauen.
Ein Dankeschön an Jenny, die die letzten vier Jahre gute Arbeit geleistet hat – und danke an alle, die zu Versammlung gekommen sind.

FabLabVorstand2017

Der neue Vorstand: Stefan (Stesie) Siegl, Thomas (Rosty) Branz, Dr. Christoph Luckhardt, Karin Schmidt, Jochen Rößner


Zum Abschluss gab Christoph einen Ausblick auf Aktivitäten und geplante Anschaffungen:

  • Wie berichtet haben wir drei Workshops mit der VHS geplant. Die Zusammenarbeit mit den Schulen soll ausgebaut werden. Neben den ’normalen‘ Workshops planen wir für nächstes Jahr Workshop-Reihen, die sich über mehrere Termine hinziehen (z.B. Food-Hacking und Arduino-Roboter)
  • Wir schauen uns um nach einem neuen 3D-Drucker mit SLA-Verfahren und einem weiteren (größeren) Lasercutter. Außerdem werden wir uns zwei LEGO Mindstorms EV3 zulegen. Ein paar neue Grafikkarten für schnelleres Rendering auf den Lab-PCs sind auch drin.

Die FabLab-Zwiebelplootz-Schaufel

Am Mittwoch war der Bayerische Rundfunk zu Gast in Rothenburg – für Filmaufnahmen unter dem Motto „Extra-Tour Wasser & Wein“. Abends stellte Jutta Striffler von der gleichnamigen Bäckerei mitten auf unserem Weinberg den Zwiebelkuchen live im Fernsehen her. Nachdem keiner wusste, was mit dem ungebackenen Kuchen passieren sollte, nahm ich ihn kurzerhand mit ins FabLab.
Natürlich passte das Profibackblech nicht in unseren Ofen. Also haben wir kurzerhand die FabLab-Zwiebelplootz-Schaufel hergestellt. Klassischer Weg: Konstruktion auf Inkscape, Übertragung auf Visicut, Schnitt mit dem Lasercutter aus Pappelsperrholz. Damit wurde der geschnittene Kuchen auf unser normale Backblech geschaufelt, danach gebacken und anschließend mit unserem neuen Spezialwerkzeug auf Teller verfrachtet.

Danke für die Spende. Der Zwiebelplootz war sehr lecker!

VHS-Kurse im FabLab 2017

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule des Landkreis Ansbach bieten wir im Wintersemester 2017 drei Kurse an. Anmeldung über die Volkshochschule.

Holzschachteln mit dem Lasercutter
Samstag, 14.10.2017 von 14-17 Uhr, Mindestalter: 16 Jahre
Wir entwerfen mit Hilfe des Zeichenprogramms „Inkscape“ ganz einfach verzahnte Schachteln und schneiden sie mit dem Lasercutter aus verschiedenen Materialien aus.
Damit lassen sich Schachteln, Schubladen, Setzkästen und vieles mehr realisieren. Auf den Flächen lassen sich Muster gravieren oder ausschneiden. Hier ist Kreativität gefragt.

Stempel selber machen
Samstag, 25.11.2017 von 14-17 Uhr, Mindestalter: 12 Jahre
Herstellung eines Stempels mit Hilfe unseres Lasercutters. Das Motiv, eine Grafik oder Text, wird vorher am PC entworfen und dann auf den Stempelgummi übertragen.
Der Stempelhalter wird, angepasst auf die Stempelform, aus MDF mit dem Lasercutter geschnitten und mit dem Stempelgummi verbunden.

Löten Grundkurs
Samstag, 02.12.2017 von 14-17 Uhr, Mindestalter: 12 Jahre
Es soll das Basiswissen zu den Themen Löten und einfachen elektrischen Schaltkreisen vermittelt werden. Hierfür werden anhand von verschiedenen Elektronik-Bausätzen wichtige Bauteile und Schaltpläne erklärt (z.B. Wechselblinker, LED-Würfel etc.). Anschließend wird das Löten beim Zusammenbau der Bausätze geübt.
Mit den erlernten Fähigkeiten kann man kleine elektronische Schaltungen für andere Projekte (z.B. Arduino oder RaspberryPI) erstellen bzw. Reparaturen an einfachen elektronischen Geräten durchführen.

Container für Warhammer 40000

Bruno hat einen coolen Container für das Warhammer-40k-Spiel aus MDF gebaut.
Klassisch mit Inkscape entworfen und mit dem Lasercutter geschnitten.

Container für Warhammer 40k


Nun auch noch lackiert. Sehr stylish! Der Adler war wohl nicht mehr gefragt.

Lackierter Container in Version 2.0

Fidget Spinner beim Sommerferienprogramm 2017

Wir sind dieses Jahr auf den Fidget-Spinner-Hype aufgesprungen, bevor er vorbei ist. Zwei Mädchen und sechs Jungs haben in drei Stunden, mit Hilfe von InkScape und dem Lasercutter, sehr coole Fidget-Spinner entworfen und aus 3mm MDF-Platten geschnitten. Mit Hilfe von jeweils einem Kugellager als Drehpunkt und drei bis sechs M8-Muttern als Gewicht, wurden die Geräte dann komplettiert.

Alternativ wollten wir Kreisel bauen (die sind zeitlos), aber es waren nur die Spinner gefragt.
Wir hatten noch eine Speed-Box zur Ermittlung der Geschwindigkeit geplant, bestehend aus einem Arduino Nano, einem Infrarot-Sender/Empfänger-Modul und einem OLED-Display. Die großen Unterschiede der elektronischen Bauteile aus verschiedenen Quellen hat uns aber daran gehindert, jedem Teilnehmer so eine Box mitzugeben. Wieder was gelernt!

Trotzdem hat das Ferienprogramm allen wieder mal Spaß gemacht.
Wir sehen uns nächstes Jahr.

Retropie Arcade

RetroPie  ist ein schönes Emulator Image für den RaspberryPi, welches Raspbian, EmulationStation, RetroArch und andere bekannte Software (z.B. Kodi, Minecraft (noch experimentell)) unter ein Dach bringt.

Den RaspberryPi kann man dann einfach an den Fernseher anschließen oder das ganze standesgemäß in ein „Arcade Cabinet“ verbauen.

Es gibt verschiedenste Baupläne und Anleitungen für RaspberryPi basierende Arcades in allen Formen und Größen (von absolut Mini (basierend auf dem Pi Zero) bis zur Originalgröße oder auch im Couchtisch)

Ich entschied mich schlussendlich für eine sogenannte „Bar Top“ Arcade, die nicht all zu viel Platz wegnimmt. Als Basis diente die Mini Pi von TobiasPI, den ich super auf die von mir verwendete Hardware anpassen konnte.

Für den Bau verwendete ich:

  • 10 Platten (300x400mm) 3mm MDF
  • 8,9″ TFT (1024*600) aus einem alten Netbook (aus dem Elektroschrott)
  • „passendes“ LVDS (PI-MDV6822)
  • HDMI auf DVI Kabel
  • RaspberryPi 2 mit Wifi Dongle und microSD Karte
  • USB Arcade Stick
  • 5V Digitalverstärker
  • 50mm Lautsprechern (aus dem Elektroschrott)
  • 4er USB Hub mit 4 aufgelöteten USB-Slotblech Anschlüssen (aus dem Elektroschrott)
  • 5V 2,2A Netzteil (aus dem Elektroschrott)

Zum Testen der Retropie Arcade eignet sich Classic Kong, welches ein „Nachbau“ vom original Donkey Kong für das SNES ist.